The Philosopher's Attic

Thoughts, reasons, truth and mystery: the world through another set of eyes

Do you dare to dream?

Posted by on Jun 5, 2014 in Ideas & Inspirations

My friend Nike shared this video the other day on Facebook and I believe it shows a very deep reality in a fun and accessible way: why some people are creative while other’s are not. It’s got much less to do with ‘being born that way’ and personal charisma and much more with simply daring to step out of any kind of comfort zone. This is something that we can learn, we can condition ourselves to do. Fear is a programmed reaction to changes and insecure realities, it’s our reptilian brain taking over. Most people stop at that. But some don’t. For some stepping out of that primary reaction is a way of life. Ready?

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The Silence inbetween

Posted by on May 26, 2014 in Ideas & Inspirations

Do you know what lies between the lines? Between the important issues? Between the disputes? The big words? Or the unbreakable bonds between people?

There’s a gap. A gap between the ‘you’ and the ‘me’. A gap of silence. A gap of distance.

Some thinkers say that it is this gap precisely that makes it even possible to define the ‘me’ and the ‘not-me’. Some others think that it is this distance that makes for 90% of our heartache.

For me this distance, full of silence is a blessing. A blessing upon each other’s presence. Each other’s reality. On each person’s being around me.
Between the links of communication, the shared experience, the shared convictions, the missed arguments and the misunderstandings, there is always this simple gap, elusive of all explanation or simple filler, that allows a new start. Every day, every moment, every instance.

All it does take really, is a quick breath. And silence.

Go out and find that little gap. That moment between your thought and your action. That distance between you and the next person. Find it, savour it. See it. Acknowledge it and the breach it.



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Die Sache mit der Demokratie.

Posted by on May 12, 2014 in Big Words, Communication

Katharina von Mama hat jetzt keine Zeit lancierte eben eine Blogparade zum Thema Politik und Kinder.

Meine Kinder sind noch zu klein um zu verstehen, was Politik soll und warum sie mir das Stimmrecht so wichtig ist. Wir gehen regelmässig zu Fuss abstimmen und haben die Kinder dann dabei. Das dient gerade hier in der tiefen Provinz dem Kontakt zwischen Gemeinde und Bürger (auch wenn nur noch Wenige die direkte Stimmabgabe nutzen). Aber, es dient eben auch dem Diskurs, wo wir beide als Eltern noch einmal über die Abstimmung diskutieren und unsere Kinder das mitbekommen.

Kat’s zweite Frage war, wie wir als Kinder Politik mitbekommen haben.

Die Antwort ist so aussagekräftig, wie einfach: jeden Tag. Kontrastiert und unglaublich anstrengend.

Ich kann mich noch sehr genau an den Moment erinnern, als mein persönlicher politisch/ethischer Impetus angeschlagen wurde und seit damals ist er nie wieder stehen geblieben.
Wir sassen am Sonntagstisch. Beim Sonntagsbraten. Wie immer. Und wie immer wurde diskutiert, debattiert und ich war 13. Gerade so langsam beginnend die Aussenwelt als gross, politisch und schwierig wahr zunehmen. Ich erinnere mich nicht mehr worum es ging, aber ich weiss, dass ich das erste Mal überhaupt im Familienverband eine Meinung vertrat. In einer dieser legendären Sonntagsdiskussionen. Und ich wurde ohne Rücksicht zurück an meinen Platz verwiesen. “Du musst erst lernen, was genau du da von dir gibst. Worum es geht. Und warum Du welche Meinung vertreten willst. Wenn Du das hast, dann darfst Du sie auch hier oder öffentlich vertreten. Vorher ist es nur Gerede und allerhöchstens Stammtischniveau.”

Das war mein Vater. Wie er leibt und lebte. Meine Mutter hat ihm sicher einen ihrer bekannten dunklen Blicke zugeworfen für den harschen Ton. Und ich war beschämt. Und angespornt. Diese kleine Episode ist genau das: eine kleine Episode eines ganzen Systems, der Erwartungen an hochstehende Meinungen. An Tischkonversation, die kontrovers geführt werden durfte und in der man auch hart argumentieren durfte… nur halbgebackenes oder gar ein ‘dazu habe ich keine Meinung’ wäre undenkbar gewesen und hätte direkt nicht nur Missstimmung, sondern auch Urteil und väterliche Enttäuschung nach sich gezogen.
Ich ertappe mich noch heute dabei, wie ich innerlich gezwungen bin mich überall einzulesen bevor ich meine Stimmpapiere ausfüllen kann. Spitze Geister sehen da vielleicht Anfang des konstanten Hinterfragens, das dann später zu meiner zweiten Natur geworden ist.

Unsere Sonntage allerdings kippten später dann oft in eine generelle Abfrage-Stunde, in der kontrolliert wurde, dass die Kinder auch die ‘richtige’ und ‘beste’ Meinung haben und vertreten. Und schnell haben meine Schwester und ich gelernt, wie man argumentiert ohne direkt hinter etwas zu stehen. Oder sagen wir: wie man argumentiert, ohne zu zeigen, was man wirklich dazu meint und welche Meinung man denn nun wirklich vertritt.
Noch spitzere Geister sehen hierin den Beginn meiner Obsession mit dem Argument.

Ja, ein solches System ist auch Kontrolle und gerade für Kinder ist wohl so etwas weniger zuträglich, als es direkt etwas nutzt. Dennoch bin ich überzeugt, dass wenn man nicht vorgelebt bekommt, was Meinungen, politische Manipulation, Argumentation und Blickwinkel mit einem machen und wie sehr sie doch unsere Realität beeinflussen, dann können Kinder auch nur beschränkt, völlig auf sich gestellt, Meinungsbildungsprozesse ablaufen lassen. Wer hier nicht gefördert und gefordert wird, der wird auch nichts liefern, bis ihn jemand fordert. Im besten Fall läuft er mit seinen politischen Rechten dem hinterher, der am lautesten und einfachsten argumentiert.

Basispolitische Prozesse und Demokratie sind nicht einfach Etiketten für ein System, das nur ein paar happy few organisieren und die vielzitierte Demokratieverdrossenheit der Jugend nützt nur wieder jenen, die Freiheiten beschränken wollen.

Abstimmungen, Initiativen, Referenden sind alles Formen einer gesellschaftlich organisierten Gemeinschaftssache, an der wir alle teilhaben. Passiv, aktiv oder als aufgedrückte Gesetze. Nur: wir haben Einfluss. Und den müssen wir wahrnehmen. Und dabei beginnt alles mit einer Meinung. Mit Information. Mit der Frage “worum geht es?” und “wer ist betroffen?”. Und wer hier abschaltet, weils die Antworten zu kompliziert sind, und es eh nur eine Minderheit betrifft, der hat bereits verloren und vergessen, dass er als kleines Teil zusammen mit vielen anderen kleinen Teilen das Ganze macht. Hat vergessen, dass es um konkrete Dinge wie Lohn für die Coiffeuse nebenan geht, um medizinische Versorgung für die alte Nachbarin im 1. Stock und um Sicherheitsverständnisse für die Schweiz unserer Kinder und der Kinder unserer Kinder.

Es gibt keine Abkürzungen und schnelle Lösungen um Junge oder Desillusionierte wieder dahin zu bringen eine Meinung zu haben. Es gibt nur den beschwerlichen Weg sich eine Meinung zu bilden: indem man liest, diskutiert, sich angreifen lässt, Argumente aufnimmt, überzeugen lässt, selbst überzeugt und einsteht für die eigene Meinung, Sicht, die eigenen Illusionen (auch dafür gibts Platz) und dann auch verlieren lernt.
Nur: warum sollte man sich angreifen lassen? Wenn die Angriffe immer persönlicher und die Themen immer versteckter, genereller und komplexer werden? Der schnelle Klick auf einen Hashtag um implizierter Unterstützung zu signalisieren, erscheint da viel angenehmer, denn stellt sich dann ein paar Wochen später heraus, dass alles anders ist… kümmerts auch keinen mehr.

Sollte es aber: denn wir sind. Hier. Jetzt. In diesem Land. An diesem Ort. Mit diesen Entscheidungen. Und sie beeinflussen jeden Einzelnen um uns herum. Entscheiden darüber ob er sich nächste Woche noch das Trambillet für die Arbeit oder den Zug für den Wochenendausflug leisten kann. Darüber ob er am Ende des Monats noch Geld für ein Glas Bier hat oder nicht. Darüber ob die schwangere Schwester selbst entscheiden darf, wo und mit wem sie ihr Kind auf die Welt bringt. Darüber ob der Jungspund im Dorf eine Lehre machen darf wo und worin er will oder nicht. etc etc etc

Diese kollektive Einflussnahme macht Angst. Ist gross. Und bringt Verantwortung. Der man sich auch entziehen kann. Auch das ist ein Recht. Und darum müssen wir unseren Kindern den Umgang mit diesen Rechten und Pflichten beibringen, sie fordern eine Meinung zu haben. Und ihnen beibringen, dass man Meinungen auch ändern darf. Alles und jeden zu hinterfragen. Den Nutzen hinterfragen und innerhalb ihres besten Wissens zu entscheiden. Wenn wir das haben, dann haben wir schon sehr, sehr viel.

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